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Girls'Day am 26.04.2012,
08.30 Uhr


Beteiligte Fächer und Einrichtungen


Geowissenschaften

Geowissenschaftlerinnen beschäftigen sich damit, durch spezielle Methoden und Techniken die Beschaffenheit von Erde und Meeren oder auch das Wirken des Menschen auf der Erde zu untersuchen. Ziel ist sowohl die natürlichen als auch die von uns Menschen verursachten Einwirkungen und Veränderungen unseres Lebensraumes zu erforschen. Dafür müssen Erd- und Menschheitsgeschichte sowie Mineralien, Tieren und Pflanzen kennen gelernt werden. Fächer wie Chemie, Physik, Biologie, Soziologie oder auch Teilgebiete der Wirtschaftswissenschaften ergänzen das nötige Wissen und müssen teilweise im Studium belegt werden. Zu den Geowissenschaften gehören die Fächer Geologie, Geographie und Meteorologie in denen unterschiedliche Ziele verfolgt werden.

Während des Studiums wirst du Landkarten entwerfen, Befragungen durchführen oder im Labor Analysen durchführen. Ein besonderer Bonuspunkt ist aber, dass du deine Praktika in den außergewöhnlichsten Ländern und Naturlandschaften machen kannst.


Mathematik

Die Mathematik (griechisches Adjektiv /μαθηματική [τέχνη]/, /mathēmatikē [téchnē]/, „[die Kunst des] Lernen[s], zum Lernen gehörig“; vom altgriechischen Verb /μανθάνω/, /manthánō/, „ich lerne“) ist die Wissenschaft, welche aus der Untersuchung von Figuren und dem Rechnen mit Zahlen entstand.

Heute untersucht die Mathematik selbst geschaffene oder der Natur abgelauschte Strukturen hinsichtlich ihrer abstrakten Eigenschaften und verwendet die so erzielten Ergebnisse zur Lösung konkreter Probleme aus Natur- und Ingenieurwissenschaften, Industrie und Gesellschaft. Die Kraft der Abstraktion macht Mathematikerinnen ungeheuer flexibel.

Beispielsweise werden an der FU so unterschiedliche Dinge wie Mathematische Relativitätstheorie, Kryptographie, Systembiologie oder Klimafolgenforschung betrieben, alles auf der Grundlage von Algebra, Differential- und Integralrechnung und gesundem Menschenverstand.


Informatik und Bioinformatik

Informatik, das ist Technik, Programme, Datenbanken, Netzwerke, Roboter, Mobilkommunikation, und das Web. Informatik, das ist aber und vor allem auch Teamarbeit und Kommunikation. Ob Informatikerinnen nun Roboter bauen, einen Algorithmus erschaffen oder gemeinsam eine Software entwerfen und programmieren: Kommunikation im Team steht ganz oben.

Informatik ist in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens zu Hause. So ist die Informatikerin je nach Spezialisierung und Interesse IT-Beraterin, Softwareentwicklerin, Bio-Informatikerin, Web-Designerin, Chiphehrstellerin, Mathematikerin und, und, und... Während des Studiums wirst du Algorithmen entwerfen, programmieren und an zahlreichen Projekten mitarbeiten, die dir helfen herausfinden, welcher Schwerpunkt dich am meisten reizt.

Die Bioinformatik ist eine relativ junge, interdisziplinäre Wissenschaft und behandelt Probleme der modernen Biologie mit den Methoden von Informatik und Mathematik. Das Schwergewicht kann sowohl bei der biologischen Fragestellung liegen als auch auf der Methodenentwicklung und den damit verbundenen algorithmischen und mathematischen Problemen. Molekularbiologie, Chemie, Biochemie und Physiologie gehören genauso zum Lehrstoff wie Mathematik und Informatik.


Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (ZIB)

Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (ZIB) ist ein Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Mathematik und Informatik. Schon der Berliner Namenspatron Konrad Zuse, der Erfinder des ersten frei programmierbaren Computers, wusste seine innovativen Ideen geschickt in die Praxis umzusetzen und einem breiteren Anwenderkreis zugänglich zu machen.

Das Motto "Schnelle Algorithmen - Schnelle Rechner" prägt die tägliche Arbeit. In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft werden mathematische Modelle und effiziente Algorithmen entwickelt. Für Hochleistungsrechner wird hochspezialisierter Service zur Verfügung gestellt. Das Projektspektrum umfasst u.a. Probleme in Medizin, Biotechnologie, Verkehrs- und Transportoptimierung, Logistik, Elektronik und Telekommunikation. Eine virtuelle Reise in den menschlichen Körper, die Simulation von schwarzen Löchern und wie diese 3D-Modelle eigentlich in den Computer kommen, wie ein Rechner von innen aussieht, wie man ihn zusammenbaut, und was es ausser dem klassischen PC sonst noch alles gibt - all das könnt ihr beim Mädchen-Zukunftstag am ZIB lernen und selber ausprobieren!


Physik

Die Physik ist die Wissenschaft, die durch Experimente und durch Berechnungen verschiedenste Naturerscheinungen erklären kann. Dafür ist viel Wissen aus den Fächern Mathematik, Chemie und Informatik nötig. Zu diesem Fachbereich gehören auch Fächer wie Astronomie und Meteorologie. Wenn du also zum Mars fliegen oder dafür sorgen willst, dass die Wettervorhersage noch besser wird, bist du hier richtig.


Biologie, Chemie und Pharmazie

Vom Biologie-Unterricht her weißt du, dass alle Lebewesen aus Zellen bestehen. Deren Aufbau ihr Zusammenwirken zu erforschen, ist Ziel der Wissenschaft. Die Erkenntnisse sind eine wichtige Basis für andere Fächer wie Medizin, Biotechnologie und Pharmazie. Die Pharmazie beschäftigt sich vornehmlich mit chemischen Prozessen um neue Arzneistoffe zu finden und Medikamente herzustellen. Außerdem ist es wichtig, über rechtliche Grundlagen bescheid zu wissen, damit der Verkauf an und in Apotheken richtig abläuft und die Packungsbeilagen ordentlich geschrieben sind.

In der Chemie werden die Strukturen und Eigenschaften der einzelnen Stoffe untersucht und ausprobiert, was bei der Umwandlung passiert, bzw. welche Stoffe durch ihre Synthese etwas Neues ergeben. Spezialisierungsfächer haben klangvolle Namen wie Kristallographie, Radiochemie oder Umweltmanagement.

Ein Unterbereich der Chemie ist die Biochemie. Sie die fächerübergreifende Wissenschaft aus Biologie, Chemie, Physik und Medizin. Während sich die Chemie mit allen Stoffen beschäftigt, egal ob Stein oder Pflanze, ist der Blick hier auf alles Lebendige gerichtet um dort physikalische und chemische Prozesse zu untersuchen.


Botanischer Garten/Botanisches Museum

Na, was wächst denn da? Die Botanik beschäftigt sich ausschließlich mit Pflanzen. Wie haben sie sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt, wie sind sie miteinander verwandt und wie unterscheiden sie sich in ihrem Aufbau, ihrem Wachstum, ihren Bedürfnissen und ihren Inhaltsstoffen? Ohne sie könnten Mensch und Tier nicht existieren, denn sie produzieren Sauerstoff und liefern lebenswichtige Nahrungsmittel. Viele von ihnen sind wichtige Nutzpflanzen z.B. in Medizin und Technik.

Der Botanische Garten Berlin gehört mit einer Fläche von 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten zu den größten und bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt und gehört zu den drei artenreichsten weltweit. Er wurde zwischen 1897 und 1910 unter der Leitung von Adolf Engler von Schöneberg an seinen heutigen größeren Standort nach Dahlem verlegt.


Rechtswissenschaften

„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil…“ — Richterin Barbara Salesch kennt ihr bestimmt alle. Doch wie genau sieht das Studium der Rechtswissenschaften aus? Die Gesetzestexte und deren Auslegung sind Hauptbestandteil des Studiums, das sich in Bürgerliches Recht, Strafrecht, Öffentliches Recht, und die Grundlagenfächer wie z.B. Rechtsphilosophie oder Verfassungsgeschichte unterteilt. Doch wie genau sieht das Berufsfeld der Rechtswissenschaftlerin aus? Werden alle Studierenden der Rechtswissenschaft Anwälte und Anwältinnen, Richter und Richterinnen? Ein spannender Tag, der Einblicke in das Studium bietet, erwartet euch.


Philosophie

Das Wort Philosophie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Liebe zur Weisheit. Die Philosophie fragt nach der Stellung des Menschen in der Welt. Schwerpunkte des Studiums sind u a:

Logik, die Lehre vom richtigen Denken, vermittelt Methoden der formalen Logik und Kompetenzen zur Analyse der logischen Struktur und der rhetorischen Strategien philosophischer Texte.

Ethik, Lehre vom richtigen Handeln, beschäftigt sich mit Fragen nach moralisch richtigen und falschen Einstellungen und Handlungen. Wie können diese Unterscheidungen begründet werden, warum sind diese Entscheidungen von Bedeutung? (Du wirst in Seminaren nicht nur mit diese Fragen beschäftigen sondern auch nach dem erkenntnistheoretischen Status moralischer Urteile und nach dem allgemeinen Natur moralischer Werte, Gefühle und Pflichten)

Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, geht der Frage nach Grenzen und Quellen der Erkenntnis nach. Die Erkenntnistheorie untersucht, was Wissen ist und wie man die Wahrheit von Überzeugungen überprüfen und begründen kann. Die Wissenschaftstheorie fragt nach der Natur, den Ansprüchen und Grenzen des Wissens und danach was Wissenschaft ausmacht.

Ästhetik, die Lehre vom Schönen, beschäftigt sich, wie die Name sagt, mit Fragen nach der Natur und den Quellen unserer ästhetischen Empfindungen, der sinnlichen Wahrnehmung, der Natur des Kunstwerkes und des künstlerischen Schaffens.

Weitere Aspekte der Philosophie sind. Gesellschafts-, Religions-, Staats-, Rechts-, Wirtschafts- und Naturphilosophie. Philosoph/inn/en versuchen diese Einzelwissenschaften in einen Wissenszusammenhang einzuordnen und zu vermitteln.


Klassische Philologie

Klassische Philologie

Die Klassische Philologie ist die Literatur- und Sprachwissenschaft, die sich mit den Sprachen Lateinisch und Altgriechisch sowie den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike beschäftigt. Sie kann unterteilt werden in Gräzistik und Latinistik.

Byzantistik:Das Byzantinische Reich bestand von seiner Gründung durch Konstantin den Großen im 4. Jahrhundert bis zu seiner Eroberung durch den osmanischen Sultan Mehmet II. im Jahre 1453 für die gewaltige Zeitspanne von über 1000 Jahren. Es durchlebte als Bewahrer der antiken römischen und griechischen Kultur, aber auch als Verteidiger des christlich-orthodoxen Glaubens eine äußerst wechselvolle Geschichte. Die byzantinische Kunst und Literatur brachte bedeutende Werke hervor von zeitloser Gültigkeit. Erst in jüngster Zeit hat Umberto Eco in seinem Roman Baudolino den Untergang von Konstantinopel im Jahre 1204 unter dem Ansturm der Kreuzfahrer verarbeitet und reiche Anleihen bei byzantinischen Autoren gemacht. Ohne Byzanz wäre das heutige überwiegend christlich geprägte Europa wohl nicht das, was es ist.

Gräzistik (Griechische Philologie): Odysseus: Wer kennt ihn nicht, den cleveren, trickreichen, nie um eine List verlegenen König von Ithaka? Er hatte die Idee, ein hölzernes Pferd zu bauen, um Troia zu erobern. Nach dessen Zerstörung verschlug ihn der Zorn des Poseidon über die Meere. Auf seinen Irrfahrten musste sich der einäugige Polyphem seiner Intelligenz geschlagen geben, und schöne Nyphen und Göttinnen erlagen seinem Charme.

Griechenland - oder Hellas, wie die Griechen auch heute noch ihr Land nennen -, ist die Wiege der europäischen Kultur. Viele Dinge im heutigen Leben kann man besser verstehen, wenn man ihre Wurzeln im antiken Griechenland kennt.

Das Erlernen der griechischen Sprache führt zu vielfältigen Themen aus den Bereichen Philosophie, Kunst, Geschichte oder Literatur, die zum Nachdenken und Diskutieren oder zur kreativen Auseinandersetzung anregen. Andererseits zeichnet sich der Stellenwert der Gräzistik aber weiterhin dadurch aus, dass die griechischen Texte das Fundament der modernen europäischen Gesellschaft bilden, daß die griechischen Texte den Beginn der europäischen Schriftlichkeit setzen.

Latinistik (Lateinische Philologie): Salvete! Auch Du kennst lateinische Vokabeln. Wetten? Computer zum Beispiel kommt aus dem Lateinischen computare: ausrechnen. Oder wie ist es mit Multiplikation? multiplicare: vervielfältigen. Video? Kommt von videre: sehen. Du siehst: Latein ist eine Sprache, die viel mit der heutigen Ausdrucksweise zu tun hat.

Die Latinistik befasst sich zum Beispiel mit Texten von und über Cäsar oder den Philosophen, Anwalt und Politiker Cicero (was sich vmtl. von cicer: Kichererbse herleitet).

Das Lateinische und mit ihm die römische und griechische Kultur bilden die kulturellen und geistigen Grundlagen Europas. Im Lateinunterricht kann man erkennen, wo wir Europäer herkommen und was uns bis heute verbindet.

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